HitlerAlerm (APPsurd)

Michael 25. September 2012 12 Kommentar(e)
HitlerAlerm (APPsurd) Androidmag.de 1 1 Sterne

Eine Wecker-App der besonderen Art: Der Benutzer wird von keinem Geringeren als Adolf Hitler geweckt. Besonders? Ja: besonders geschmacklos, besonders hirnamputiert. (kostenlos)


Als Journalisten recherchieren wir ja immer besonders gründlich. Das scheint in diesem speziellen Fall besonders angeraten zu sein. Zunächst stand die Frage im Raum, welcher geisteskranke Vollidiot überhaupt auf die Idee kommt, den geneigten User mit dem verbalen Dünnschiss eines Adolf Hitler zu wecken.

Nun, der Homepage-Link führt auf eine Seite, die lediglich aus einigen wenigen japanischen Schriftzeichen besteht. Der Rest ist weiß. Ein technisches Novum ist damit entstanden: Erstmals ist es gelungen, den kompletten Inhalt eines menschlichen Gehirns auf eine HTML-Seite zu bannen.

Wecken tut er

Es ziemt sich, auch nach guten Seiten einer App zu suchen. Das schieben wir an dieser Stelle einmal rasch dazwischen und stellen fest, dass dieser Kandidat als Wecker tatsächlich funktioniert. Das ist aber keine programmiertechnische Meisterleistung und daher legen wir diesen Punkt auch gleich wieder zu den Akten.

Während bereits die App als solche die ersten Wutpickel auf unsere Stirn zaubert, ist nach einem Blick in die User-Bewertungen die Contenance endgültig dahin. Vorwiegend scheint sich dieser digitale Schund an User zu richten, deren IQ in etwa dem eines Vollkornbrötchen entspricht. Einer forderte gar, auch noch Hess oder Goebbels in diese App zu integrieren. Andere wiederum fanden es ganz furchtbar lustig. Humor ist zwar immer Ansichtssache, doch sollte sich auch mal der beschränkte geistige Horizont solcher „Witzbolde“ in Richtung der Opfer und Hinterbliebenen erweitern. Ob diese auch so herzhaft lachen werden?

Selbst 67 Jahre nach Kriegsende ist ein derartiger Unfug nicht tragbar. Auch der japanische Entwickler sollte sich mal ein paar Gedanken machen – vor allem in Hinblick auf die Folgen des Zweiten Weltkriegs für die japanische Bevölkerung. Mit einem Minimum an gesundem Menschenverstand im Schlepptau ließe sich ein derartiges Machwerk nämlich vermeiden.

Auf der Suche nach einem unverfänglichen Screenshot: Hier lässt sich die Weckzeit einstellen. Nein, das müssen wir in einer solchen App nicht haben!

Auf der Suche nach einem unverfänglichen Screenshot: Hier lässt sich die Weckzeit einstellen. Nein, das müssen wir in einer solchen App nicht haben!

Fazit

Egal aus welchem Teil der Welt eine solche App auch kommen mag: Ohne die geringste Reflexion zu diesem Thema ist es einfach nicht angebracht, einen derartigen Schwachsinn zu fabrizieren. Hinzu kommen immer noch unerfreulich viele rechte Chaoten. Damit ist diese App nicht nur schwachsinnig und verzichtbar, sondern darüber hinaus ausgesprochen gefährlich.

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Michael Derbort   Redakteur

“Horizonte erweitern sich immer dann, wenn du dich bewegst”. Nach diesem Motto ist Michael stets dabei, seinen eigenen geistigen Mikrokosmos zu erweitern. Zunächst als Programmierer, später als freier Redakteur des Verlags. So verfolgt, er auch alles, was auch nur im Entferntesten mit Mobile Computing zu tun hat.

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  • ich

    Krank! -.-

  • http://www.facebook.com/people/Klaus-Haakshorst/100001490727204 Klaus Haakshorst

    Hervorragender Artikel! Kann aber nicht verstehen, dass google play so einen Dreck zulaesst.

  • petzim11

    Allein schon die Tatsache das hier darüber geschrieben wird ist hirnlos

    ………. oder sollen wir über die Gesinnung des Verfassers dieses Artikels nachdenken???????

    • http://www.facebook.com/michael.derbort Michael Derbort

      Gegen intensives Nachdenken spricht grundsätzlich nichts – vorausgesetzt, die vorhandenen Geistesgaben ermöglichen ein einigermaßen tragfähiges Ergebnis. Als Verfasser mache ich mir im Übrigen um meine Gesinnung keine weiteren Gedanken. Ich betreibe hier nicht nur Schönwetter-Journalismus und wenn ich einen Grund sehe, über solche Fundstücke kritisch (gerne auch mal polemisch) zu schreiben, dann werde ich das auch tun. Wer dergleichen hirnlos findet, braucht es einfach nicht zu lesen.

      • Petzim11

        Bisher habe ich mir das Androidmagazin immer gekauft
        aber wer so einem Schwachsinn eine Bühne gibt … nein danke

      • http://www.facebook.com/people/Klaus-Haakshorst/100001490727204 Klaus Haakshorst

        Sehr richtig,Nun waere es von Ihrer Seite wichtig, in Google Play darauf hinzuwirken, dass dieser Muell entfernt wird. Gut,dass Sie darauf hingewiesen haben.

  • Simon

    Und dank des Berichts hat es die App sofort in die Liste der beliebtesten Apps gebracht. Manchmal sollte man auch über Alle Wirkungen seiner Artikel nachdenken.

  • Henrik

    Ich habe die App Google Play gestern Abend schon gemeldet.

  • Simon

    Ist jetzt für Deutschland gesperrt. Über Google bekommt man noch einen Link auf den Play Store, wo es dann heißt:
    “Dieser Artikel kann im Land Ihres Geräts nicht installiert werden.”

  • Kleiner Kobold

    Klasse gemacht, warum muss man noch für so einen Scheiss Werbung machen und dann auch noch den Link zum Installieren und auch den QR Code. Jetzt werden sich noch mehr geistig minderbemittelte das iinstallieren oder einige “um nur mal zu gucken”. Schade, Androidmag war mal gut. Aber wenn das so weitergeht……

    • Oliver

      Wenn jemand die App installieren will, schafft er dass sicher auch ohne unseren Link bzw. den QR-Code. Wir wollen mit dem Artikel nur aufmerksam machen, es liegt nicht in unserer Absicht, diese App auch noch zu bewerben.

  • http://twitter.com/ahaiut ERRATEfehlendeBUCHST

    TERRORIST Michael DERBORT ist in verschiedenen Netzwerken, Facebook, wer kennt wen und anderen EINDEUTIG ALS NEONAZI REGISTRIERT, der unter 1500 falschnamen nazipropaganda verbreitet und Mordaufträge durch das Internet schickt / der VERFASSUNGSSHUTZ deckt das Mitglied der russischen OPPOSITION aber Seit 2004 und unterstützt und finanziert die Straftaten des TERRORISTEN, der etwa 2 Mio mal öffentlich ankündigte den russischen Präsidenten zu töten und eben zu MUR sagte er löscht diese BEWEISE sofort wieder, weil er ab 6.11.87 im Auftrag der BUNDESREGIERUNG gegen Russland eingesetzt ist

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