Prince of Persia Shadow&Flame

12. August 2013 0 Kommentar(e)
Prince of Persia Shadow&Flame Androidmag.de 4 4 Sterne

Der persische Prinz springt, klettert und kämpft in Shadow & Flame bereits zum zweiten Mal auf Android-Geräten. Die Fortsetzung des Kult-Jump`n`Runs knüpft an die Ereignisse des Vorgängers an und fügt einige interessante Neuerungen hinzu (2,69 €).

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Ältere Videospiele-Fans erinnern sich: Prince of Persia, das im Jahr 1989 für den Apple II erschien, setzte Maßstäbe bei den Charakteranimationen und nahm viele Elemente des damals noch gar nicht offiziell existierenden Action-Adventure-Genres vorweg. Die Story dreht sich um den bösen Zauberer Jaffar, der die Tochter des Sultans in einen Turm sperrte und die Macht über das alte Persien erlangen will. Als namenloser Held musste man im ersten Teil der Serie ein tödliches Verlies durchqueren und innerhalb von 60 Minuten die Prinzessin befreien und Jaffar besiegen.

All diese Elemente sind in (modernisierter Form) auch in der Android-Umsetzung, die im vergangenen Jahr erschien, zu finden. Mit Shadow & Flame wird nun auch dem zweiten Teil, das als „Prince of Persia 2: The Shadow and the Flame“ erstmals 1993 erschien, ein Android-Remake spendiert.

In der linken Bildschirmhälfte werden die Bewegungen des Prinzen gesteuert, rechts lassen sich Aktionen wie springen, rollen, klettern oder angreifen ausführen.

In der linken Bildschirmhälfte werden die Bewegungen des Prinzen gesteuert, rechts lassen sich Aktionen wie springen, rollen, klettern oder angreifen ausführen.

Alte Tugenden in neuem Gewand

In Shadow & Flame muss es der junge Prinz erneut mit Jaffar aufnehmen, allerdings geht es diesmal weitaus abwechslungsreicher zur Sache: von einer arabischen Stadt, über mysteriösen Höhlen bis hin zu verlassenen Ruinen und eine Tempelanlage führt die Reise. In der Android-Umsetzung wird das Ganze darüber hinaus in wunderschöner 3D-Grafik präsentiert, und auch die Steuerung wurde an die Besonderheiten von Touchscreens angepasst. Optional lassen sich aber auch virtuelle Buttons aktivieren, um das Spiel auf klassische Art und Weise zu spielen.

Im Vergleich zum ersten Teil gibt es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede. Auch hier gilt es ein Zeitlimit einzuhalten und zahlreiche Fallen machen dem Prinzen das Leben schwer. Allerdings muss bei Shadow & Flame weitaus häufiger gekämpft werden, mitunter auch gegen mehrere Gegner gleichzeitig.

Der Prinz muss weitaus häufiger zum Schwert greifen als im Vorgänger. Dabei gilt es, im richtigen Moment zu blocken oder anzugreifen.

Der Prinz muss weitaus häufiger zum Schwert greifen als im Vorgänger. Dabei gilt es, im richtigen Moment zu blocken oder anzugreifen.

Intuitive Steuerung, gute Grafik

Bei der weitaus intuitiveren Touch-Steuerung wird der linke Bereich des Bildschirmes für Bewegungen und der rechte Bereich für Aktionen genutzt. Um nach rechts zu laufen, musst du etwa mit dem linken Daumen nach rechts wischen, zum Klettern oder Rollen muss auf der rechten Seite hoch oder runter gewischt werden. Gekämpft wird auf sehr ähnliche Weise: Per Wischbewegung im rechten Bereich des Bildschirmes führst du einen entsprechenden Schlag aus. Bei stärkeren Gegnern muss zudem im richtigen Moment pariert oder angegriffen werden.

In Summe klappt die Steuerung bei Shadow & Flame überaus flüssig und überraschend intuitiv. Ubisoft beweist damit, dass man sich darüber Gedanken macht, wie Steuerungs-Probleme bei Jump`n`Runs auf Geräten mit Touchscreens überwunden werden können. Etwas, das ja auch beim hervorragenden Rayman Jungle Run und der darin inkludierten Touch-Steuerung bereits bewiesen wurde. Lob hat sich neben der Steuerung aber auch die Grafik verdient. Denn ein entsprechend potentes Smartphone oder Tablet vorausgesetzt, zaubert Shadow & Flame wirklich schöne Levels mit eindrucksvollen Lichteffekten auf das Display.

In den verwinkelten Levels gibt es viel zu entdecken. In Kisten gibt es etwa Münzen zu finden, mit denen sich Heiltränke, Waffen oder Kombos kaufen lassen.

In den verwinkelten Levels gibt es viel zu entdecken. In Kisten gibt es etwa Münzen zu finden, mit denen sich Heiltränke, Waffen oder Kombos kaufen lassen.

Tiefgang und In-App-Käufe

Während der erste Level noch sehr linear daherkommt, erinnert das darauf folgende Höhlensystem an die verwinkelten Gänge des ersten Teils. Entsprechend viel gibt es hier zu entdecken und häufig kannst du frei entscheiden, welchen Weg du einschlagen willst. Für Motivation am Erforschen sorgen viele versteckte Tränke und Münzen, die sich immer wieder an besonders schwer erreichbaren Orten finden.

Um die Übersicht nicht zu verlieren, hilft ein Blick auf die praktische Karte. Für 500 Münzen kann übrigens der komplette Level aufgedeckt werden.

Um die Übersicht nicht zu verlieren, hilft ein Blick auf die praktische Karte. Für 500 Münzen kann übrigens der komplette Level aufgedeckt werden.

Zusätzlichen Tiefgang bekommt das Spiel durch zusätzliche Tränke, Waffen und Kombos, die sich mit virtuellen Münzen freischalten lassen. Und somit kommen wir direkt auf eines der Probleme von Shadow & Flame zu sprechen: In-App-Käufe. Münzen lassen sich zwar in den einzelnen Levels auch regulär erspielen, allerdings ist die Ausbeute so mickrig, dass du einzelne Spielabschnitte immer und immer wieder absolvieren musst.

Das geschieht natürlich alles aus Kalkül, denn schließlich will Ubisoft Spieler dazu zu bewegen, reales Geld für In-App-Käufe locker zu machen. 1.000 Münzen kosten etwa 1,79 Euro, 4.800 kosten 5,99 Euro und 14.400 kosten 17,99 Euro. An sich ist das natürlich durchaus legitim, allerdings ist ein In-App-Kauf-System bei einem App-Kaufpreis von satten 2,69 Euro schon fast provokant.

Im Laufe der Zeit werden Gegner mächtiger und immer kniffligere Kontrahenten.

Im Laufe der Zeit werden Gegner mächtiger und immer kniffligere Kontrahenten.

Fazit

Spielerisch und grafisch hat uns Shadow & Flame positiv überrascht, kaum ein komplexes Jump’n’Run steuert sich so butterweich wie dieses. Weniger gefallen haben uns allerdings die In-App-Käufe, die man bei einem App-Preis von 2,69 Euro auch durchaus hätte weglassen können.

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Raphael Schön   Chefredakteur

Raphael hat sein Hobby zum Beruf gemacht und schreibt über jene Themen, die ihn auch privat leidenschaftlich interessieren: Videospiele, Gadgets, Wirtschaft und Politik. Ein Glück, dass sich das alles als Chefredakteur beim Android Magazin gut unter einen Hut bringen lässt.

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