Samsung: Reißender Absatz der Galaxy-Serie sorgt für Probleme bei der Chipsatzproduktion

Daniel Kuhn 5. June 2013 0 Kommentar(e)

Dass Erfolg auch seine Schattenseiten haben kann, muss Samsung gerade am eigenen Leib erfahren. Aufgrund der ungebrochenen Popularität der Galaxy-Reihe hat der koreanische Konzern Probleme, den dadurch steigenden Bedarf an Chipsätzen durch die eigene Produktion zu decken.

exynos_5

Samsung ist mit Abstand der erfolgreichste Hersteller von Android-Smartphones und Tablets und derzeit das einzige Unternehmen, das dem bisherigen Platzhirsch Apple die Stirn bieten kann. Aber der Erfolg fordert auch seinen Tribut. Wie die nicht ganz unumstrittene DigiTimes berichtet, wird Samsung in diesem Jahr massive Probleme haben, den Bedarf an eignen Chipsätzen zu decken.

Traditionell setzt Samsung bei den Flaggschiffmodellen, wie im vergangenen Jahr dem Samsung Galaxy S3, auf Exynos-Prozessoren, aber auch andere Chipsätze wie RAM-Bausteine aus der eignen Fabrik kommen zum Einsatz. Im April kursierte bereits die Meldung, dass Samsung Probleme damit hat, den Bedarf an DRAM- und NAND Flash-Bausteinen zu decken und daher auf das Angebot des Konkurrenzunternehmens SK Hynix zurückgreifen muss.

Ein ähnliches Szenario gab es bereits beim Samsung Galaxy S4 zu bestaunen, das nur in ganz wenigen Ländern mit dem Exynos 5 Octa-Prozessor ausgeliefert wird und in anderen Ländern auf den nicht minder leistungsstarken Snapdragon 600 von Qualcomm setzt. Dieser Umstand war Gerüchten zufolge der Tatsache geschuldet, dass Samsung Probleme bei der Produktion der eigenen Prozessoren hatte und diese nicht rechtzeitig in ausreichendem Umfang angelaufen ist. Auch wenn diese Probleme inzwischen aus der Welt geschafft worden sein dürften, scheinen die Produktionskapazitäten nicht in gleichem Maße gewachsen zu sein, wie die Nachfrage nach dem High End-Smartphone. Die Tatsache, dass im Herbst bereits das mit dem Eynos 5 Octa ausgestattete Galaxy Note 3 vorgestellt werden soll, das den Erfolg der beiden Vorgänger nochmals übersteigen dürfte, hilft nicht gerade dabei, das Problem zu lösen.

Samsung hat natürlich immer die Möglichkeit, Chipsätze von anderen Herstellern zu verwenden – dies stellt allerdings eine kleine Niederlage dar, denn bisher hat Samsung immer versucht, so viel wie nur irgend möglich in eigenen Fabriken zu produzieren. Die Mehrkosten, die durch den Einkauf anderer Chipsätze bei Konkurrenten entstehen, dürften für Samsung allerdings leicht zu kompensieren sein, schließlich führen die hohen Verkaufszahlen zu dem Dilemma.

Quelle: DigiTimes (via Android Authority)

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen