Die flexiblen Displays von Samsung kommen schon Mitte 2013 zum Einsatz

Tam 14. November 2012 2 Kommentar(e)

Wir haben euch schon vor einigen Tagen von den biegsamen organischen Displays aus dem Hause Samsung erzählt – laut dem im Allgemeinen gut informierten Wall Street Journal ist es bald Zeit für den praktischen Einsatz.Jung-Ah Lee, Asien-Korrespondent des Magazins, berichtet davon, dass die Display-Entwicklungsabteilung von Samsung nun im Prozess der letzten Entwicklungsschritte ist. Die seit Jahren in Arbeit befindliche Technologie ist bei ausgewählten Kunden im Test – es ist also legitim, von einer Erstauslieferung im Jahre 2013 auszugehen.

Als Grund für die beschleunigte Einführung wird unter anderem der gesteigerte Druck durch andere Displayhersteller angegeben – deren auf LCD-Technik basierenden Bildschirme können mitlerweile so gut wie mit OLEDs mithalten.

Zu guter Letzt noch ein kurzes Wort zur technischen Realisierung. OLED-Displays bestehen aus einer organischen Materie, die bei Stromdurchfluss Licht emittiert. Da die dazu erforderlichen Litzendrähte prinzipiell flexibel sind, ist es eigentlich nur ein Problem des Trägermediums – wenn man die bildgebende Schicht auf eine flexible Plastikscheibe aufdampft, sollte das Resultat problemlos funktionieren.

Flexible AMOLED-Bildschirme sind am Weg in den Massenmarkt Foto:Androidcommuniti.com

Flexible AMOLED-Bildschirme sind am Weg in den Massenmarkt (Foto: androidcommunity.com)

Würdet ihr ein Telefon mit biegsamem Display kaufen?

Quelle: Wall Street Journal

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit für Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur Verfügung.

 

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  • Chris

    Litzendrähte sind zwar flexibel aber brechen nach viel hin- und hergebiege. Außerdem werden die organischen Kohlenwasserstoffe nach 2 jahren ziemlich schlecht und der Display wirkt dann matt und farbarm. Ich werde mir solch einen flexdisplay wahrscheinlich nicht zulegen, sondern der klassischen festen, AktiveMatrix treu bleiben. Aber trozdem eine geile Erfindung, wenn sie mir auch etwas sinnlos erscheint.

    • Soldokat

      Man kann Werkstoffe durch erhitzen wieder “flexibel” machen, d. H. Dass man theoretisch nur das Display hin und wieder auf eine bestimmte Temperatur bringen muss, um dem brechen der Drähte entgegen zu wirken. Das Problem dabei wäre dann wohl, dass abgesehen von den Litzen, alles andere kaputt ist…

      An sich finde ich die Idee nicht schlecht, die Frage ist jedoch, wo an einem Smartphone wird ein flexibles Display benötigt?

      Zur Sache mit den Farben: du hast recht damit, dass OLED Displays an farbintensität verlieren, das liegt jedoch fast nur an den Blauen Pixeln, und dem kann entgegengewirkt werden, indem man mit grün arbeitet, oder eine größere Anzahl blauer subpixel verwendet… So lässt sich das Problem zwar nicht vollständig abschaffen, aber der Prozess verlangsamen. Was Samsung meines Wissens nach schon tut . Aber ich lasse mich gerne belehren :-)

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