Kommentar: Die Update-Probleme sind hausgemacht

8. September 2012 13 Kommentar(e)

Grundlegendes Problem: Google hat die Kontrolle über sein Betriebssystem verloren. Jeder der sich nicht jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen will oder kann, bleibt auf einer alten Version sitzen.


Sehr auffallend ist das Update-Problem bei den „hauseigenen“ Produkten, die Motorola vorgestellt hat. Die Smartphones, welche erst in einigen Wochen erscheinen werden, sind nicht einmal mit der aktuellsten Version, auch bekannt als Jelly Bean, ausgestattet. Stattdessen wird Android 4.0 eingesetzt. Für die Meisten wird das jetzt kein Problem darstellen, allerdings gibt es uns Grund genug einmal nachzugrübeln, warum das so ist. Immerhin gehört Motorola jetzt zum Suchmaschinengigant. Dies ist doch sehr verwunderlich, findet ihr nicht?

Wie ist es um die Zukunft von Android bestellt? Wird Google das Update-Problem in den Griff bekommen?

Hat Google die Kontrolle verloren?

Vor allem die noch ausständigen Updates geben ein Indiz darauf, dass man kaum mehr den Überblick über die verschiedenen Android-Versionen und die Geräte hat. Um auch die Nachfrage in Ländern wie China, Indien und Afrika zu befriedigen, bieten manche Hersteller dort günstige Smartphones, mit schlechteren und nicht zeitgemäßen Prozessoren an, welche Ice Cream Sandwich oder gar Jelly Bean nicht unterstützen. Dadurch ergibt sich auch der immer noch hohe Anteil von Gingerbread, mit über 60%.

Gibt es noch Rettung?

Diese Frage kann nur Google beantworten. Man hat zwar versucht, das Problem der Fragmentierung mit Ice Cream Sandwich in den Griff zu bekommen, allerdings ist dieser Versuch kläglich gescheitert. Durch die schnelle Entwicklung des Betriebssystems ist es vor allem für die Hersteller schwierig, ein günstiges Smartphone herzustellen, welches auch die aktuellste Android-Version unterstützt.

Eine Möglichkeit wäre, dass man den Herstellern in Zukunft eine Mindestanforderung aufbrummt. Dies hat auch Microsoft bei der Einführung von Windows Phone 7 gemacht. Diese hat auch bis dato recht gut funktioniert. Allerdings steht jetzt die nächste Windows-Version sowie deren mobile Schwester in den Startlöchern und all jene, die ein Windows Phone mit Windows 7.5 besitzen bekommen nur die Version 7.8 und nicht die offizielle Version 8. Somit kann auch dieser Lösungsansatz von der Liste gestrichen werden.

Macht es Apple richtig?

Scheint so als würde nur Apple es richtig machen und von seinen Kunden viel Geld für ein aktuelles iPhone verlangen, damit dieses auch in Zukunft auf die aktuellste Version gepatcht werden kann. Denn genau dies macht Apple mit den Geldern der Kunden, sie wird in die Entwicklung des nächsten iOS investiert, welche dann auf alle Gerät verteilt wird. Selbstverständlich geht ein Teil des Geldes in die Bezahlung der Anwälte.

Nun möchten wir allerdings von euch wissen: Stört euch diese enorme Update-Lücke? Und welche Maßnahmen könnte Google ergreifen um das Update-Problem in den Griff zu bekommen? Teilt uns eure Vorschläge in den Kommentaren mit.

Quelle: Stern.de

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Thomas Lumesberger   Redakteur

Als begeisterter Gamer und Technikfan hat er natürlich besondere Freude daran täglich über die neuesten News aus dem Android-Bereich zu lesen und euch darüber zu berichten. Auch bei den Apps versucht er sich immer die Spiele vor den anderen Redakteuren zu sichern.

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  • Rolf

    Ich sehe das Problem nicht so sehr bei Google sondern bei den Herstellern, die alle ein angepasstes Android ausliefern. Nichts gegen Samsung’s TouchWiz oder HTC’s Sense – aber ich fände es besser, wenn die als App laufen würden und nicht im System integriert wären. HTC hatte ja auf WindowsMobile-Geräten auch schon Sense, aber das konnte man deaktivieren. Das fände ich auch für Android gut, dann könnte man auch das nackte Android nutzen.

    • Jürg Hölzle

      Sehr ich auch so! Google muss die Hersteller dazu bringen, dass das Original-Android darauf läuft.

      Das Update-Problem ist der Grund, wieso ich nur Nexus kaufe – auch wenn die Geräte anderer Hersteller “sexier” sind…

  • kugler werner

    Rsiich finde es auch zum kotzen das google und die telefonhersteller es nicht schaffen die aktuelle version an ein handy anzupassen.

  • Ichbins

    Lieber Qualitative Handys zu einem vernünftigen Preis auf dem dann die aktuellste OS Version nicht mehr läuft bzw. eine gute Software die halt neue Geräte erfordert als so ein überzeuerter Schrott wie Apple wo man zwar immer die aktuellste Software hat, aber auch nur weil die, zwecks abwärtskompatiblität, nur 10% dessen kann was die Konkurenz bietet.

    So schlimm finde ich das nicht, nicht immer die aktuellste Version zu haben

  • qwertz1234

    Also ich finde mittlerweile versuchen zumindest die bekanntesten Hersteller recht gut hinter zu adoptieren. Unser Galaxy Note bekommt jetzt 4.0.4 und für unser zweites Gerät, das S2 ist zusammen mit dem Note auch JB versprochen. Das war letztes Jahr noch schlechter.

    Ich glaube auch nicht, dass es so gut ist wenn jetzt auch noch die Fans auf Google eindreschen. Der hat sich ja mittlerweile nicht nur Apple, MS und Oracle zu erwehren, sondern auch noch der Konkurrenz im Social Network Bereich und die Neid-Diskussionen mit sämtliche Verlagen dieser Welt ausfechten und den Überwachungsbehörden in Europa und den USA überzeugend entgegentreten. Der benötigt mittlerweile auch schon eine Advokatenarmee rund um den Erdball. Wenn die mal das das Handtuch werfen sieht’s ganz böse aus. Etwas vergleichbares gibt es derzeit leider nicht auf diesem Planeten, bei aller Datensammelkritik. Apple, der Inquisitor der IT kommt mir jedenfalls nicht ins Haus. Und ewig Ballmer’s Schrott, da verliert die Copmputertechnik langsam seine Attraktivität. Dann kaufe ich mir wieder ein Schreibset!

    :))

  • Mr.Samsung ich kopiere alles

    Da gönne ich mir meine iOS Geräte. Einmal nen Androiden getestet- nie wieder!
    Aber wenn Apple erstmal Samsung, Google und somit auch Android richtig an den Eiern hat mit ihrer Kopiererei ist eh Schluss mit dem Schrott! Das es anders geht zeigt MS!
    Noch ein paar Jahre, dann Schreit und kauft kein Mensch mehr Androiden.

    • Rolf

      Da hat wohl jemand die Zeichen der Zeit verpasst!

  • Michael Frost

    Mich stört es enorm, wenn für Android-Smartphones nicht unmittelbar nach Erscheinen die aktuelle Version des OS angeboten wird. Um diese Missstände zu beheben, greife ich immer wieder in die technische Trickkiste, wie jüngst beim Motorola Defy+ und beim Razr Maxx, um z. B. Jelly Bean darauf zu installieren. Ich warte nicht auf vom Hersteller freigegebene Versionen, sondern veranlasse die Updates nach eigenem Gutdünken (v. a. auch bei Smartphones für Bekannte).

  • Andrewgreenh

    Also wenn man mal nur die Nexus Reihe betrachtet macht Google alles richtig… Dort werden die Handys noch lange nach den Nachfolgern mit Updates versorgt und das innerhalb eines Monats. Dass Samsung, HTC, und Motorola so lange brauchen um ihre eigene Software anzupassen ist der eigentliche Mist. Für mich kommen nurnoch Nexus Geräte ins Haus, nachdem mein S2 mit der Version 2.3.6 immer mal Lust auf einen Neustart hatte und man dachte: “in 2 Monaten bekomme ich ICS so lange kann ich die bugs ertragen” und dann wartet man ein halbes Jahr.

  • Marco Baum

    Vileicht würde eine engere zusammen arbeit der Hersteller mit google was bringen. Denn das Updaten aller Geräte muss unmengen an Resourcen verbrauchen. Und aus diesen Resourcen kann ja die Firma nicht mehr Profit schlagen…
    Ich denke das allgemeine unterstützung und Update der Software eigentlich beim Hersteller (Google) liegt, und HTC und co. mit Ihren modifizierten Oberflächen, dies verhindern. Schade denn dies bremst die ganze update Politik…
    Anderseits würde ich nur ungern auf HTC Sense verzichten.

  • ryderslider

    Ich hab kein Problem mit dem updates und wenn mir was nicht passt benutz ich ne custom Rom die hat mehr Funktionen und spart an dem akkuverbrauch

  • KLeiner Kobold

    Das erste was ich mache, bevor ich mir ein neues Handy kaufe, erstmal sehen ob es sich rooten lässt und dann ob es in absehbarer Zeit Custom Roms geben wird. Dann ist es mir Wurscht ob esa Updates vom Hersteller gibt.

  • blafasel

    Ich halte den Microsoft-Ansatz für richtig:
    - Mindestanforderungen an die Hardware
    - Reduzierung der verwendeten Hardwaremöglichkeiten (“nur” noch 10 verschiedene CPU, Auflösungen, Chipsatzkompatibilitäten, Schnittstellen, usw.)

    Das reduziert den Aufwad gewaltig und sorgt für schnellere oder besser geteste Updates. Die Hersteller können aus den zur Verfügung stehenden “Anforderungsbausteinen” ja immernoch Geräte von 100€ Entry-Level bis zum HighEnd Tablet bauen

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