Apple-Patent ermöglicht der Polizei das Abschalten der iPhone-Kamera und des WLANs

14. August 2013 12 Kommentar(e)

Herr im eigenen Haus? Nicht bei Apple! Ein neues Patent ermöglicht der Polizei die Kamera und die WLAN-Funktion von iPhones aus der Ferne abzuschalten. 


Für iPhone-Nutzer ist die Bevormundung durch Apple vollkommen normal. Der große Bruder aus Cupertino schreibt ihnen vor, welche Apps sie installieren dürfen, welche Bezahlmethoden sie nutzen müssen und sogar, wie sie ihr teures Smartphone in der Hand zu halten haben. Unvergessen Steve Jobs’ fast schon unverschämte Antwort auf die Empfangsprobleme des damals neuen iPhone 4: “you’re holding it wrong.”

Doch der neuste Streich von Apple, ein Patent zur Deaktivierung der iPhone-Kamera und des WLANs, dürfte selbst den eingefleischtesten Apple-Fanboys eindeutig zu weit gehen.

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte und so sind es Bilder, die uns über Youtube, Live Leak und Co. erreichen und über weltweite Gräueltaten die Augen öffnen und informieren. Egal ob nun in Syrien, Ägypten oder Grenzüberschreitungen der öffentlichen Behörden im eigenen Land: fast immer steht jemand mit seinem Handy am Ort des Geschehens und filmt das Ganze. Das alles ist ein großes Problem für Regierungen, die natürlich kein Interesse daran haben, dass Videos über Polizeigewalt gegen Regime-Gegner, Demonstranten usw. verbreitet werden.

Aber wo ihre Macht aufhört, fängt die von Apple erst an.

Einst hat man gegen eine Welt im Stile von 1984 Werbung gemacht, jetzt ist Apple selbst zum Big Brother geworden - Bild: Apple.

Einst hat man gegen eine Welt im Stile von 1984 Werbung gemacht, jetzt ist Apple selbst zum Big Brother geworden – Bild: Apple.

Mit einem neuen Patent ist es dem kalifornischen Konzern jetzt möglich, aus der Ferne bestimmte Funktionen eines iPhones zu deaktivieren. Dazu gehört beispielsweise die Kamera, Fotos und Videos, als auch die Datenübermittlung via WLAN. Das Ganze wird mittels Geo-Fencing realisiert, also der Einzäunung bestimmter geografischer Bereich mit Hilfe von GPS. Stößt man mit seinem iPhone also in einen eingezäunten Bereich, z.B. einem Platz, wo gerade eine Demonstration stattfindet, wird ein codiertes Signal gesendet, was dann die Kamera-Funktion des iPhones ausschalten kann.

Apple betont zwar, dass die Funktion vornehmlich für öffentliche Plätze wie Theater, Kinos oder Konzertgelände gedacht ist, dem vom Tim Cook geführten Unternehmen geht es wohl darum, Mitschnitte zu verhindern und so Copyright-Verletzungen zu erschweren. Doch im gleichen Atemzug räumt Apple auch ein, dass sich genauso staatliche Stellen dieses Feature zunutze machen und so einen Blackout für “sensible Bereiche” erzwingen könnten.

Für einen Konzern wie Apple, der in seinen Anfangsjahren sogar noch Werbung gegen eine orwell’sche Zukunft im Stile von 1984 gemacht hat, ist die Entwicklung einer solchen Funktion eine Bankrotterklärung. Nur gut, dass das iPhone immer weniger Marktanteile hat und deshalb in Zukunft auch immer weniger Menschen von so einem Kill-Switch betroffen sein werden.

Was meint ihr, geht Apple mit so einer Funktion zu weit? Und werden Google, Microsoft oder andere Hersteller in Zukunft vielleicht ähnliche “Features” in ihren Systemen einbauen? Eure Meinung dazu in die Kommentare! 

Quelle: TechEye (via go2android)

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  • Gam.bit

    Ein weiterer Hassartikel gegen Apple. Lächerlich noch dazu. Welche bezahlmethoden benutzt werden müssen. Bis vor kurzem konnte man bei Android nicht ohne kreditkarte zahlen also halt mal den Ball flach.

    • 3LD0mi

      aber immerhin hat Google daran gearbeitet eine Lösung zu finden

    • Markus

      Apple = NSA, Stasi, … Alles in einer Firma vereint. Mal sehn wie lange die Apple Lemminge noch bereit sind für veraltete Hardware eine Unmenge an Geld zu bezahlen. Dazu noch die Steuertricks von Apple, Arbeiter werden ausgenutzt. Dann noch die Schande mit den Apple Landkarten, Entwicklerbereich offline, ….

      Und jetzt unterstützen wir auch noch direkt die Diktatoren/korrupte Regierungen, und steuern mit einem Befehl alle Geräte in einem genau definierten Bereich. Im schlimmsten Fall sogar Landesweit (Syrien, Ägypten). Dann kannst du Apple Jünger ja einfach mal alle Menschenrechte abtreten.

      • M.W.

        Und Du meinst Google ist da anders? Mein Gott, wie verblendet muss man sein um ausgerechnet Google, die größte Datenkrake des Universums als Hort der Glückseligkeit zu sehen? Zum Thema veraltete Hardware: ich hatte bis eben ein HTC One und nur Theater mit dem Teil: schlecht verarbeitet, ruckelt, muss dauernd neu gestartet werden damit sich die Widgets aktualisieren und und und. Ganz ehrlich: ich kanns kaum erwarten wieder ein iPhone zu bekommen.

        Also ein wenig mehr Sachlichkeit bitte

        • A.R.

          Klar Apple sammelt keine Daten. Ganz klar nur Google ist DIIE grosse Datenkrake. Übrigens geht es hier nicht um Datensammlerei sondern um das Gerät aus der Ferne kontrollieren zu können! Ich wünsche dir viel Spass mit dem iPhone. Für Leute die wenig Ansprüche an ihr Smartphone haben ist dies genau die richtige Wahl.

          • M.W.

            Einfach mal ganz locker bleiben und das hier lesen:

            http://winfuture.de/news,77441.html

            Och, ich hab übrigens schon einen enormen Anspruch an mein Smartphone, genau deswegen regen mich die Macken bei Android ja so auf:-)

        • A.R.

          Ich bleibe locker und dieser link hat wieder nichts mit dem Fernsteuern zu tun. Du kannst von keinem e-Mail Dienst erwarten, dass du und die Zielperson die die einzigen auf der ganzen weiten Welt sind die diese Mail lesen könnten. Dann musst du dich schon irgendwo persönlich treffen. So ist halt das Internet im Allgemeinen, nichts bleibt persönlich.

          Oke du hast vielleicht Pech gehabt mit deinem HTC One, genau das selbe habe ich auch schon bei iPhone Usern gehört was auch nicht heisst dass es bei jedem iPhone auftritt. Wenn du lust hast lies mal diesen Beitrag :)

          http://paulstamatiou.com/android-is-better?utm_content=buffer70952&utm_source=buffer&utm_medium=facebook&utm_campaign=Buffer

          • M.W.

            Einigen wir uns einfach darauf, dass es Geschmackssache ist und von den persönlichen Bedürfnissen abhängt, welches System das jeweils bessere ist. Das Argument mit der veralteten Hardware ist jedoch im Falle von iOS in meinen Augen absolut nicht zutreffend. Was nützt mir ein Quad-Core-Snapdragon, wenn Android nicht in der Lage ist, die Leistung sinnvoll, sprich ohne Ruckler, zu nutzen?
            Ruckler und dergleichen hatte ich jedenfalls auf dem iPhone nie. Im Übrigen ist das eine Erkenntnis, die sich zunehmen auch in meinem Freundes-/Bekanntenkreis breit macht (allesamt ehemalige iOS-Nutzer und Switcher zu Android). Ein Großteil ist gerade im Begriff, wieder zurück zu iOS zu wechseln.

          • A.R.

            Also was ich definitv als ein Problem bei Android sehe ist, dass es so viele Hersteller gibt die ihr eigenes “Gebastel” auf das eigentliche Android OS llegen. Diese laufen dann niemals so flüssig wie dies Android eigentlich könnte. Ich habe nun zum Beispiel das Nexus 4 mit dem reinen Android von Haus aus und auch darauf optimiert wurde. Dieses läuft um Welten besser als andere obwohl ja auch Android drauf läuft. Android ist halt leider nicht gleich Android. Ich fühle mich bei iOS einfach zu eingeschränkt und nehme es aus diesem Grund nicht mehr.

  • Dennis Giedeck

    Leute bitte alle mal ruhig bleiben!
    Es ist nur ein Artikel.
    Wer welche Firma bevorzugt bleibt jedem selbst überlassen:
    Das ist ja das Schöne an einem freien Land.
    Wer aber gerne zügig viele Informationen zu dem Thema aufsaugen möchte, dem wird hier geholfen:
    http://www.nur-nachrichten.de/Apple

  • Stefan Mayrhofer

    Zum Glück gibt es noch immer eine Alternative bei der mir das nie passieren wird und kann. Danke Google! Ich finde Apple übertreibt es mit Kontrolle und Vorschriften.

  • Jürg Hölzle

    Es ist nur ein Patent – wie viele andere!

    Für mich ist der Artikel leider auch etwas ein «Sommerloch-Füller» und «Effekthascherei». Aber diese Webseite hat ja ansonsten gute Beiträge, sodass man ihr diesen Fauxpas auch mal verzeihen kann…

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