Trend: Android wird für App-Entwickler zunehmend das wichtigste Betriebssystem

Tam Hanna 31. August 2013 0 Kommentar(e)

Insbesondere in den USA gehen viele Entwickler davon aus, dass jeder Handynutzer ein iPhone hat und Englisch spricht – nur selten erscheint eine interessante Applikation zuerst für Android. Doch: die Vorstellungen der Entwickler passen sich langsam aber sicher an die Realität an.

Die Reichweite von Android ist aus diversen Gründen seit Jahren höher als die von iOS. Da iOS-Hardware den Nimbus des teuren Produkts hatte, galten iOS-Nutzer als kauffreudiger – diese in den Anfangszeiten von Google Play durchaus realistische Vorstellung entspricht laut diversen US-amerikanischen Beratungsunternehmen der Realität nur mehr sehr beschränkt.

In der Vergangenheit - hier Daten von App Annie - führte iOS in Sachen Umsatz vor dem Play Store.

In der Vergangenheit – hier Daten von App Annie – führte iOS in Sachen Umsatz vor dem Play Store.

Unsere Quelle AndroidPit berichtet davon, dass die Angst der Entwickler vor Fragmentierung abnimmt. In einem Interview mit zwei Entwicklern betont der eine, dass iOS wesentlich einfacher sei – sein gegenübersitzender Kollege fährt ihm daraufhin sofort über den Mund und verweist auf die mittlerweile 14 verschiedenen Konfigurationen von Apple’s Mobil-Devices.

Nach Ansicht des Autors war Fragmentierung eine Thematik, die primär durch Inkompetenz auf Seiten der berichterstattenden Journalisten entstand. Seit dem Erscheinen der ersten Palms mit hoch auflösendem Bildschirm war es notwendig, Programme an mehrere Hardwarekonfigurationen anzupassen – das weinerliche Kreischen von quer eingestiegenen Möchtegern-Handyprogrammierern löst bei “alten Hasen” regelmäßig herzhaftes Gelächter aus.

Leider sind ebendiese Entwickler alles andere als flexibel. Eine einmal angenommene Vorstellung ändert sich nur langsam – in den Anfangszeiten der Handcomputersysteme war iOS einfach die besser monetisierbare Plattform. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass viele Studios Apple’s Plattform noch einige Zeit bevorzugen werden.

Mit Cross-Plattform-Systemen arbeitende Entwickler sind dabei – ironischerweise – oft weniger flexibel als jene Unternehmen, die ihre Programme einfach von Hand zweimal neu schreiben. Das liegt darin, dass sich die Programmierer im Laufe der Zeit an eine Kombination aus IDE und Testgerät gewöhnen; die Portierung auf die andere Plattform erfolgt dann unter permanentem Fluchen.

So programmieren viele Qt-Entwickler ihre für BlackBerry 10 und Android vorgesehenen Anwendungen nach wie vor mit Carbide.c++ und einem Nokia E7 – die Bedienung dieser Kombination ist im Laufe der Jahre “ins Blut” übergegangen, das Umstellen auf Momentics oder Qt Creator wird als “noch nicht notwendiger Aufwand” empfunden. Aufgrund des permanenten Testens unter Symbian käme diese Version wahrscheinlich als erste auf den Markt.

Heute fragen wir unsere mitlesenden Entwickler nach ihrer Meinung: kommt bei euch Android oder iOS zuerst dran? Hinterlasst uns doch ein Kommentar – vielleicht sogar mit einem Verweis auf eure aktuellen Apps…

Quelle: AndroidPit

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