WalkSafe: Schau links, schau rechts, schau in dein Handy!

30. November 2011 0 Kommentar(e)

So Leute, knapp vor dem Jahreswechsel ist Sie nun da die kurioseste App des Jahres 2011. WalkSafe nennt Sie sich, was so viel wie „Sicheres Gehen“ bedeutet. Was kann damit gemeint sein? Wie bitte schön, kann mich eine App beim Gehen unterstützen? Wieso sollte mich überhaupt jemand beim Gehen unterstützen? Ist die App was für gebrechliche alte Leute, die über die Lautsprecher des Telefons aufgefordert werden, doch bitte etwas schneller über den Zebrastreifen zu gehen? Knapp daneben. Sie ist nicht primär für alte Leute gedacht, sondern vielmehr für die Schusseligen unter den Androiden. Für jene, die auch während des Gehens nicht ohne Handy auskommen und zwanghaft SMSen oder im Internet surfen müssen. Wenn Sie also bislang unfallfrei auf viel befahrenen Straße gelaufen sind, total vertieft in Ihr Smartphone, so haben Sie bislang einfach nur Glück gehabt. Und damit Sie sich in Zukunft nicht nur auf Ihren Schutzengel verlassen müssen, gibt es neuerdings die App „WalkSafe“.

Guck mal, ein Auto. Gut, dass es diese App gibt. Sie warnt vor herannahenden Rasern.

App von Forschern

Dabei hat die Entwicklung der App durchaus einen seriösen Background. Forscher der Smartphone Sensing Group des Dartmouth College haben ein System entwickelt, mit dem Fußgänger vor Autos gewarnt werden, wenn Sie gerade in Ihr Handy vertieft sind. Die App verwendet die Rück-Kamera des Smartphones um die unmittelbare Umgebung zu überwachen und anzuzeigen, wenn ein Auto auf den wehrlosen Smartphone-Besitzer zurast und sich ganz offensichtlich auf Kollisionskurs befindet. Sollte der Autofahrer die Güte haben, nicht besonders schneller zu fahren, schlägt die App rechtzeitig Alarm. Die App kann man auch während eines Telefonats anwenden.

Nicht alles was glänzt, ist Gold

Einen entscheidenden Nachteil hat sie dennoch. Gegen daherbrausende Autos von hinten und von der Seite schützt sie nicht. Man kann also in Zukunft auf der Straße laufen, das Handy nach vorne gerichtet und sieht dann am Display, wenn ein Auto auf einem zukommt. Dann kann man immer noch entscheiden, ob man kurzfristig den Blick hebt und prüft ob, die App korrekt arbeitet, oder ob man während des Schreibens am Handy einen kurzen, aber lebensrettenden Sidestep macht. Okay, die App kann schon hilfreich sein. Aber nur wenn man vollkommen dusselig mit Scheuklappen durch die Gegend läuft. Diejenigen können sich die App hier im Market holen.

 

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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