Samsung Galaxy Ace 2

12. November 2012 3 Kommentar(e)
Samsung Galaxy Ace 2 Androidmag.de 3 3 Sterne

Das Preis-Leistungswunder

aus Korea.

Das runderneute Galaxy Ace 2 ist ein richtiges Arbeitstier zum kleinen Preis. 

Der Nachfolger des beliebten Galaxy Ace wurde rundum optimiert. Kann das Gerät überzeugen?

Seit dem Verkauf des Anteils an Sony Ericsson hat das schwedische Unternehmen nichts mehr mit der Produktion von Telefonen zu tun. Der hauseigene Prozessorhersteller ST-Ericsson ist indes nach wie vor aktiv – der dort gefertigte NovaThor-Prozessor ermöglicht diversen Herstellern das Anbieten eines preiswerten Doppelkernhandys.

Der Vorteil des zweiten Kerns liegt nicht in der gesteigerten Rechenleistung – vielmehr geht es darum, dass im Hintergrund ablaufende Prozesse das Telefon nicht zur Gänze lahmlegen.
Im Galaxy Ace 2 arbeiten die beiden Kerne mit je 800 MHz, der Arbeitsspeicherausbau beträgt 768 MB RAM. Die Rechenleistung des NovaThor-Chips kann nicht mit den Zweikernen anderer Hersteller mithalten, für Spiele ist die Performance im Großen und Ganzen unbefriedigend. Allerdings ist das auch nicht die Zielgruppe – ein im Hintergrund laufender Skype Voice-Call behindert den im Vordergrund laufenden E-Mail-Client oder Dokumentenviewer nicht, womit der für Geschäftskunden wichtigste Anwendungsfall abgedeckt ist.

Nach dem Auspacken bootet das Galaxy Ace 2 mit dem Betriebssystem Android 2.3.6. Allerdings stellt Samsung seit geraumer Zeit ein Update auf Android 4.1.2 bereit, das sich mit der Desktopsoftware KIES installieren lässt. Dies ist in höchstem Maße empfehlenswert, da die neue Betriebssystemversion die Benutzerschnittstelle des Telefons wesentlich beschleunigt.

Hardware im Blick

Samsung verpackt das Ace 2 in ein an das Galaxy S erinnerndes Plastikgehäuse. Anders als beim großen Vorbild haben die Koreaner ihre Hausaufgaben diesmal höchst sorgfältig gemacht: das solide verarbeitete Gerät liegt sehr gut in der Hand und knarzt an keiner Stelle. Dieser gute Eindruck bleibt sogar beim Entfernen der Rückwand bestehen – das ist traditionell ein Schwachpunkt der Samsung-Telefone. Der Home-Knopf ist ebenfalls sauber verarbeitet.

Der Bildschirm basiert nicht auf organischer Technologie. Stattdessen kommt ein normales LCD zum Einsatz, das die im Midrange-Bereich übliche Auflösung von 800×480 Pixeln bietet. Im Vergleich zu aktuellen Topmodellen ist das nicht sonderlich viel, aufgrund der kleinen Bildschirmdiagonale und dem Fehlen der lästigen PenTile-Matrix wirkt Text aber gestochen scharf.
In Innenräumen überzeugen Kontrast und Helligkeit voll und ganz. Im Außeneinsatz relativiert sich dieser gute Eindruck rasch – selbst bei geringer Sonneneinstrahlung ist es nötig, die Helligkeit hochzuregeln.
Ein weiteres Ärgernis ist der vergleichsweise geringe Speicherausbau. Samsung spendiert dem Telefon nur 4 GB internen Speicher. Ein Gutteil davon geht an das Betriebssystem, für Medien und Apps bleiben weniger als 2 Gigabyte Platz. Aus diesem Grund ist eine externe MicroSD-Karte zwingend erforderlich. Der wechselbare Akku hat eine Kapazität 1500 mAh. Damit kommt das Gerät rund sieben Stunden lang aus. Zu bemängeln ist die sehr langsame Ladegeschwindigkeit – unser EliteBook hatte seine liebe Not, das Gerät per MicroUSB mit Strom zu versorgen.

Obwohl das Galaxy Ace 2 kein High End-Gerät ist, spart Samsung nicht bei den Funkschnittstellen. WLAN, Bluetooth und HSDPA sind inkludiert, leider fehlt Unterstützung für den (in der Praxis derzeit noch unwichtigen) Hochgeschwindigkeits-Funkstandard LTE. Einige Versionen des Telefons haben sogar einen NFC-Transmitter – wenn Sie diese Funktion benötigen, achten Sie bitte darauf, das passende Modell zu erwerben.

Plastik gut verarbeitet: Obwohl das Galaxy Ace 2 nur ein Plastikgehäuse hat, gibt die grundsolide Verarbeitungsqualität keinerlei Anlass zur Klage.

Plastik gut verarbeitet: Obwohl das Galaxy Ace 2 nur ein Plastikgehäuse hat, gibt die grundsolide Verarbeitungsqualität keinerlei Anlass zur Klage.

Multimedia

Das Galaxy Ace 2 ist als Arbeitsgerät vorgesehen. Aus diesem Grund spendiert Samsung dem Telefon eine Kamera mit nur fünf Megapixeln Auflösung – ein LED-Blitz ist ebenfalls mit von der Partie. Im geschäftlichen Einsatz ist es von hoher Bedeutung, dass das Telefon auch als Scanner zweckentfremdet werden kann. Diese Aufgabe schafft die Kamera des Ace 2 mit Bravour – unsere abfotografierten Testdokumente ließen sich ohne jedes Problem digitalisieren. Auch alle anderen Bilder fielen gefällig aus.

Als Videoplayer macht das Telefon aufgrund des sehr schwachen Prozessors keine allzu gute Figur. Rechenintensive Filmformate ruckeln schon mal, auch mit hochauflösenden Streams hat das Gerät seine liebe Not – nur für YouTube reicht die Leistung. Das ist schade, da der Lautsprecher für Handyverhältnisse sehr klar klingt und auch ausreichend laut ist. Leider liegt er auf der Rückseite, wo man ihn schon mal „aus Versehen“ mit der Hand abdeckt.

Reichlich Zubehör: Trotz des niedrigen Preises liegen der Packung neben Ladekabel und USB-Verbindungskabel für den PC auch qualitativ brauchbare Kopfhörer bei.

Reichlich Zubehör: Trotz des niedrigen Preises liegen der Packung neben Ladekabel und USB-Verbindungskabel für den PC auch qualitativ brauchbare Kopfhörer bei.

Software-Check

Nach dem Update auf Android 4.1 präsentiert das Ace 2 die schon vom Galaxy S3 bekannte Nature-Oberfläche. Diese ist im Großen und Ganzen Geschmackssache – das von Haus aus vorinstallierte TouchWiz 4.0 geht im Rahmen der Aktualisierung auf jeden Fall verloren.

Fazit

Das Galaxy Ace 2 ist ein Preis-Leistungswunder. Wer keine grafikintensiven Spiele nutzt und mit der Bildschirmdiagonale das Auslangen findet, bekommt hier alles, was er zum mobilen Arbeiten benötigt. Das Plastikgehäuse ist sauber verarbeitet und gibt keinen Anlass zur Klage – in Summe ein empfehlenswerter Allrounder.

  • Preis-Leistungswunder
  • Zwei Prozessorkerne
  • Zum Spielen ungeeignet
  • Niedrige Bildschirmdiagonale

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Oliver Janko   Redakteur

Kümmert sich einerseits um die Organisation der Blog-Inhalte, und schreibt andererseits Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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  • Martin Braun

    Ich weiß nicht, ob man bei einem Einstiegsgerät mit 3,8″ Display das Fehlen eines HD-Bildschirms wirklich als Manko anführen kann. Übrigens widerspricht das der Zusammenfassung in euren Kästchen (37″, 1280×720)

  • Peter M.

    Warum muss ein Einstiegsgerät HD können, und warum muss ein Einstiegsgerät eine Kinoleinwand bieten? Die Kategorie Einstiegsgerät verbietet eine Abwertung wegen dieser Kriterien. Wozu eigentlich dieser absurde Größenwahn? Drei Sterne sind nicht zu verstehen. Merkwürdiger Test…

  • antonym

    Außerdem existiert doch extra eine NFC-Variante (I8160P). Eigenartiger Test.

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