ASUS Transformer Pad TF300T

1. September 2012 1 Kommentar(e)
ASUS Transformer Pad TF300T Androidmag.de 4 4 Sterne

Der kleine Bruder des Prime

 

Die abgespeckte Version des Transformer Prime kommt immer noch auf starke Werte bei unseren Tests. In manchen Punkten kann es zwar nicht mit dem großen Bruder mithalten, trotzdem kann das Tablet vor allem im Preis/Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Nach den großen Lieferproblemen mit dem schon länger erhältlichen Transformer Prime versucht ASUS nun mit dem Transformer Pad TF300T den Markt zu erobern. Der kleine Bruder des Prime ist mittlerweile im Handel erhältlich, es lässt also nichts auf ähnliche Probleme beim Verkauf schließen. Wir haben das neue Gerät des taiwanischen Herstellers genauer unter die Lupe genommen.

Das Transformer Pad ist etwas für Sie, wenn Sie…
… ein schnelles Tablet für hardwareintensive Anwendungen suchen, das zudem einfach in ein Notebook verwandelt werden kann.

Das Transformer Pad ist nichts für Sie, wenn Sie…
Ihr Tablet nur zum Surfen zwischendurch verwenden wollen und daher eher im Billigsegment auf der Suche sind.

Ähnliche Optik …

Auf den ersten Blick stellt man im Vergleich zum Transformer Prime keine wesentlichen Unterschiede fest. Betrachtet man das TF300T aber ein wenig genauer, so stechen doch einige Details ins Auge: Der größte Unterschied ist beim Material des Gehäuses zu finden. Bestand das Gehäuse des Transformer Primes noch aus hochwertigem Alu, wurde beim kleinen Bruder ausschließlich Kunststoff verwendet. Aber auch dieser ist sowohl beim Tablet als auch beim Tastaturdock hochwertig verarbeitet, was der angenehmen Haptik zugutekommt. Die fest verbauten Tasten, also der Ein/Aus-Button und die Lautstärke-Wippe, sind sinnvoll angeordnet und in gewohnt guter Qualität in den Rahmen integriert. Das Design ist stark an das Prime angelehnt, allerdings findet man auf der Rückseite des Transformer Pads die mittlerweile ASUS-typische kreisförmige Musterung.

… aber schwächer

Die Spezifikationen des Transformer Pads können sich sehen lassen: Mit dem nVidia Tegra 3 Quad Core-Prozessor wurde eine der besten CPUs verbaut, die zurzeit verfügbar ist – und das merkt man auch bei jeder einzelnen Aktion: Befehle werden ohne merkliche Verzögerung oder Ruckeln umgesetzt, und auch aufwändige Spiele und Programme werden einwandfrei wiedergegeben. Die vier Prozessorkerne verfügen über eine Taktfrequenz von jeweils 1,2 GHz, das ist nur marginal weniger als beim Prime. Der fünfte Prozessorkern – eine Besonderheit des Tegra3 – läuft mit 500 MHz. Dieser sogenannte „Companion-Kern“ kümmert sich um Vorgänge, die vergleichsweise wenig Rechnerleistung beanspruchen, beispielsweise E-Mails abrufen, Musik spielen etc. Er bringt den Vorteil, dass der Akku nicht dauerhaft von vier bzw. fünf Kernen beansprucht wird. Laut Herstellerangaben soll dieser übrigens bis zu 10 Stunden halten, schließt man das Tastaturdock an, ist sogar ein dauerhafter Betrieb bis zu 15 Stunden möglich. Diese Werte sind übertrieben und sehr großzügig bemessen. Für einen normalen Arbeitstag reicht eine Akkuladung aber jedenfalls aus, in Abhängigkeit von der Anwendung eventuell auch länger. An weiteren Spezifikationen ist noch der Arbeitsspeicher mit 1 GB RAM zu erwähnen, zum Speichern von Apps, Musik und andere Dateien hat man noch 32 GB internen Speicherplatz mit an Bord genommen.

Kratzfestes IPS-Display

Neben dem etwas schwächeren Akku wurde im Vergleich zum ASUS-Flaggschiff, dem Transformer Prime, auch beim Bildschirm eine etwas schwächere Variante gewählt: Anstatt eines Super-IPS-Bildschirms kommt das Transformer Pad „nur“ mit einem IPS-Display mit 10,1 Zoll und einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Für den Bildschirm wurde kratzfestes Soda Lime-Glas verwendet. Im Vergleich mit dem Super-IPS-Display muss man beim Bildschirm des TF300T Abstriche in punkto Farbechtheit und Reaktionszeiten hinnehmen. Ein weiteres Manko des Displays ist die Tatsache, dass es stark spiegelt. Sogar bei höchster Bildschirmhelligkeit sind ab einem bestimmten Betrachtungswinkel Spiegelungen zu erkennen. Das kann mitunter ein wenig nerven.

Breite Palette an Extras

Bei der Ausstattung kann das Transformer Pad hingegen vollends überzeugen. Neben den Standard-Features wie dem Kopfhörer-Eingang und einer Front- und Rückseitenkamera kommt das ASUS-Gerät auch mit einem Mini-HDMI-Eingang. Wem die eingangs erwähnten 32 GB an Festspeicher nicht reichen, der kann das Tablet noch mit micro-SD-Karten nachrüsten. Die beiden Kameras kommen mit 8 Megapixeln hinten bzw. 1,2 Megapixeln auf der Frontseite – das ist aktueller Standard – was fehlt, ist ein Kamerablitz. Softwareseitig sind einige nette Extras vorinstalliert: Neben dem Office-Programm Polaris Office und MyLibrary, einem E-Book-Reader, schenkt ASUS allen Käufern auch noch 8 GB Speicherplatz in der hauseigenen Cloud. Als wichtigstes Extra ist natürlich noch das Tastaturdock zu nennen, welches das Tablet in Sekundenschnelle in ein (fast) vollwertiges Notebook verwandelt – oder dem Namen nach eben transformiert.

Überzeugendes Tastaturdock

Das Dock wird serienmäßig mitgeliefert, d.h. das Tablet ist als Stand-Alone (noch) nicht erhältlich. Das ist auch gut so, macht doch gerade das Dock die Transformer-Reihe einzigartig und verschafft den ASUS-Modellen gegenüber den Tablets von anderen Herstellern damit ein unverkennbares Alleinstellungsmerkmal. Die Steckverbindung zwischen Tablet und Dock rastet sicher ein und wirkt äußerst robust. Die Tastatur wird augenblicklich erkannt und lässt sich ohne Verzögerung verwenden. Aufgrund des integrierten SD-Card-Readers und eines USB-Ports bietet das Dock einen praktischen Mehrwert, außerdem wird wie erwähnt die Akkulaufzeit von 10 auf ca. 15 Stunden, also um bis zu 50 % verlängert. Die Tasten haben einen angenehmen, leisen Druckpunkt, sind aber insgesamt ein wenig zu eng angeordnet. Personen mit großen Händen werden jedenfalls Schwierigkeiten beim Schreiben haben – aber das wäre auf einem Netbook oder Ultrabook nicht anders. Die Tastenbelegung weicht im oberen Bereich von der einer herkömmlichen Tastatur ab, anstelle der Funktionstasten gibt es eine Reihe an eigens für die Transformer-Reihe konzipierten Tasten.

Beim Benchmark-Test von AnTuTu kommt das Transformer Pad auf den zweiten Platz - Platz 1 geht an das Prime.

Beim Benchmark-Test von AnTuTu kommt das Transformer Pad auf den zweiten Platz – Platz 1 geht an das Prime.

Polaris Office ist bereits vorinstalliert - mit der App können Textdokumente, Tabellenkalkulationen und sogar Präsentationen erstellt werden.

Polaris Office ist bereits vorinstalliert – mit der App können Textdokumente, Tabellenkalkulationen und sogar Präsentationen erstellt werden.

Kritikpunkte

Naturgemäß kann nicht alles perfekt sein, und so hat auch das Transformer Pad seine Schwächen. Neben der bereits erwähnten Spiegelung beim eher durchschnittlichen IPS-Display und der für große Hände zu kleinen Tastatur gesellen sich noch weitere Mini-Probleme. So neigt das Gerät, bedingt durch die Dockingleiste am oberen Ende der Tastatur, dazu, nach hinten wegzukippen, wenn es nicht ganz flach aufliegt. Auch die Lautsprecher bringen keine Höchstleistungen. Weil man aber Kopfhörer bzw. Boxen anschließen kann, lässt sich dieser Umstand verschmerzen. Auch könnte einigen potenziellen Käufern missfallen, dass es keinen LED-Flash für die Kamera gibt oder dass es das Tablet zurzeit nur mit WiFi-Funktion, nicht aber mit 3G-Unterstützung erhältlich ist.

Fazit

Das ASUS Transformer Pad TF300T ist der kleine Bruder des ASUS Transformer Prime, hat es aber dennoch faustdick hinter den Ohren. Gerade für all jene unter Ihnen, die nicht die ultimative High End-Variante eines Tablets brauchen, könnte sich die abgespeckte Version des unserer Meinung nach immer noch besten Android-Tablets für viele Nutzer als echte Alternative erweisen. Klar, das Transformer Pad kann nicht in allen Belangen mit dem Flaggschiff der Serie mithalten, was das Preis/Leistungs-Verhältnis betrifft, hat es aber ganz sicher die Nase vorn. Ausgeliefert wird das Transformer Pad übrigens serienmäßig mit Android 4.0.
In Summe also ein weiteres gelungenes Tablet von ASUS. Und wenn es nicht die gleichen Lieferprobleme wie beim Transformer Prime gibt, steht einem Kassenschlager eigentlich nichts im Wege.

In der Tegra Zone lassen sich für den schnellen Prozessor optimierte Spiele kaufen oder teilweise auch kostenlos herunterladen.

In der Tegra Zone lassen sich für den schnellen Prozessor optimierte Spiele kaufen oder teilweise auch kostenlos herunterladen.

Das Transformer Pad präsentiert sich als wirklich

gelungener kleiner Bruder des Transformer Prime.

  • Starker Akku; mit Dock bis zu 15 Stunden Laufzeit
  • Tolle Performance dank schneller CPU und GPU
  • Mittels Tastaturdock in Notebook verwandelbar
  • Keine 3G-Version und schwacher Lautsprecher
Aktueller Preis auf Amazon:
EUR 275,00
 
Android
4.0
10,1"
1280x800
Gewicht
635 g
8 MP
1,2 MP
Kamera
32 GB
64 GB
Speicher
1 GB
RAM
4x
1.2 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK HDMI OK Audio OK GPS OK WLAN (b,g,n) OK Bluetooth 2.1
Abmessungen: : 180x263x9,9 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 4 Sterne
Speed: 4 Sterne
Akku: 4 Sterne
Verarbeitung: 4 Sterne
Ausstattung: 5 Sterne
Design: 5 Sterne
Haptik: 5 Sterne
Kamera: 5 Sterne
Leistung:
14136
 
Grafik:
174
 
Browser:
1323
 
Akku:
291
 
Max. 53904
Max. 3549
Max. 5764
Max. 900
Gesamtwertung: 35/40
 

Gerätevergleich Rang 19

Rangliste
auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_OJ_neu

Oliver Janko   Redakteur

Kümmert sich einerseits um die Organisation der Blog-Inhalte, und schreibt andererseits Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

Facebook Profil Google+ Profil
Alle Artikel von Oliver Janko anzeigen

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen